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3-Länder-Treffen mit Dr. Franz Vranitzky und
 
Dr. Franz Fischler fand großen Anklang

Anlässlich der 20-jährigen EU-Mitgliedschaft Österreichs lud der ÖGLV zu einer hochkarätig besetzten Informations- und Diskussionsveranstaltung in Hohenau an der March

Filmbericht auf N1TV

Für das 3-Länder-Treffen, das im Veranstaltungszentrum Atrium in Hohenau an der March stattfand, konnte der Österreichische Grenzlandverein Bundeskanzler a.D. Dkfm. Dr. Franz Vranitzky und den ehemaligen EU-Kommissar Dr. Franz Fischler als Keynote-Speaker gewinnen. Ebenso konnten LHStv. Mag. Karin Renner, der Botschafter der Tschechischen Republik, Jan Sechter, der Botschafter der Republik Slowakei, Juraj Macháč, und Bürgermeister Robert Freitag aus Hohenau begrüßt werden. An der hervorragend besuchten Veranstaltung, die von DI Mag. Marion Medlitsch moderiert wurde, nahmen auch viele EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie aus dem In- und Ausland sowie viele weitere Interessierte aus der Region und weit darüber hinaus teil.

Wie der Präsident des Österreichischen Grenzlandvereins, Dr. René Alfons Haiden, informierte, steht die Unterstützung der in Grenzregionen ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen im Mittelpunkt der Arbeit des ÖGLV. Seit dem Jahr 2001 berät der Grenzlandverein diese Betriebe und fördert deren Vernetzung über Grenzen hinweg. Eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit der Grenzregionen ermöglicht den Unternehmen neue Markt- und Entwicklungschancen und sichert und schafft Arbeitsplätze. Zugleich engagiert sich der ÖGLV für eine Verbesserung der Infrastruktur im Grenzlandbereich, wobei es um eine Stärkung der Straßen- und Bahnverbindungen, aber auch um einen Ausbau der Transporte auf dem Wasserweg geht. So ist die Donau derzeit nur zu zehn Prozent ausgelastet. Weitere Schwerpunkte in der grenzüberschreitenden Arbeit sind künftig die duale Ausbildung und die kulturelle Zusammenarbeit. Wichtig für ein Näherrücken der Regionen ist außerdem, dass möglichst viele Menschen die Sprachen der Nachbarländer erlernen. Auch dafür engagiert sich der ÖGLV.

LHStv. Mag. Karin Renner strich die Bedeutung der Europäischen Union als Friedensprojekt hervor. „Das historische Werk der europäischen Einigung, welche unserem Kontinent bisher den längsten Zeitraum von Frieden, Freiheit und Wohlstand gebracht hat, ist noch lange nicht vollendet. Wie nahe die Gespenster der Vergangenheit an unseren Grenzen stehen, sehen wir aktuell bei der Krise rund um die Ukraine. Europa muss stark bleiben, Europa muss stärker werden, ohne aber die nationalen Identitäten, die wertvollen Traditionen und ihre Kultur, welche die Nationen einfach haben müssen, zu untergraben“, so Renner.

Für Bundeskanzler a.D. Dr. Franz Vranitzky ist die zentrale Bedeutung des europäischen Einigungsprozesses ungebrochen. Mit dem Beginn dieses Einigungswerks hat Europa jene Jahrzehnte überwunden, in denen zwei Weltkriege den Kontinent zerstörten. Dieser Einigungsprozess ist nicht abgeschlossen, sondern müsse ständig vorangetrieben werden. Für Österreich war es wichtig, sich mit dem Beitritt zur Europäischen Union an diesem Einigungswerk zu beteiligen. Durch die enge Zusammenarbeit und wirtschaftliche Verflechtung Österreichs mit den Staaten der damaligen Europäischen Gemeinschaft wäre das Land auch dann von den Beschlüssen der EG stark betroffen gewesen, wenn es der Gemeinschaft nicht beigetreten wäre. Der Beitritt ermöglicht, diese Beschlüsse mitzugestalten – auf wirtschaftlicher Ebene und in vielen anderen Bereichen. Besonders erfreulich war, dass der Beitritt mit großer Zustimmung der österreichischen Bevölkerung erfolgte. Die Vorteile der EU zeigen sich auch beim Euro, der einen Schutz gegen Spekulationen bietet, unter denen immer wieder kleinere Währungen, wie der Schilling eine war, leiden.

Die Grenzen sind heute kein Anlass für Auseinandersetzungen, sondern durch die Beseitigung von Grenzbalken Symbol für das Arbeiten an einem gemeinsamen Europa, stellte der langjährige EU-Kommissar Dr. Franz Fischler fest. Er sprach sich für eine richtige Aufgabenverteilung zwischen der EU und den einzelnen Mitgliedsstaaten aus. Die EU solle sich nicht um jedes Detail kümmern, sondern um grundsätzliche Aufgaben. Europa stellt heute sieben Prozent der Weltbevölkerung und 20 Prozent des weltweiten BIP. Diese Anteile werden zurückgehen, weil andere Kontinente stärker wachsen. Zugleich ist in Europa der höchste soziale Standard gegeben. Um diesen zu halten, muss die Wettbewerbsfähigkeit ständig verbessert werden. Es müsse daher mehr in Wissen und Bildung, also in die Köpfe der Menschen, investiert werden. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollten deshalb deutlich erhöht werden. Diese sollten nicht drei, sondern fünf Prozent des BIP ausmachen.

Der Botschafter der Republik Slowakei, Juraj Macháč, wies auf die intensiven Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Slowakei und Österreich hin. Österreich ist in der Slowakei der zweitgrößte ausländische Investor. Eine enge Zusammenarbeit gibt es auch auf Ebene der Gemeinden und Regionen. Die Region Bratislava ist einer der stärksten Wirtschaftsräume der Europäischen Union. Einen großen Handlungsbedarf gebe es bei der Verkehrsinfrastruktur. Es fehle vor allem an Brücken über die March, sodass Menschen und Unternehmen oft lange Umwege auf sich nehmen müssen, um ins Nachbarland zu gelangen. Das muss rasch geändert werden, damit die March – wie die Donau – ein Symbol der Einigkeit wird.

Auch bei den Verkehrsverbindungen zwischen Österreich und Tschechien muss viel getan werden, hielt der Botschafter der Tschechischen Republik in Wien, Jan Sechter, fest. Das ist nicht nur für die bereits jetzt sehr engen Handelsbeziehungen der beiden Länder notwendig. Obwohl bei wichtigen Projekten vieles langsamer geht als erhofft, funktioniert die wirtschaftliche Zusammenarbeit gut. Das Verhältnis der Regionen soll von einem Miteinander der Menschen und dem gemeinsamen Wahrnehmen von Chancen und nicht durch Ängste bestimmt werden. Dadurch kann einem Wohlstandsgefälle, wie es in Grenzregionen immer wieder gegeben ist, wirksam und nachhaltig entgegengetreten werden.

Bürgermeister Robert Freitag aus Hohenau erinnerte daran, dass die Region in der Zeit des Eisernen Vorhangs mit dem Rücken zur Wand stand. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden viele Kontakte und Verbindungen aufgefrischt. Der EU-Beitritt der Tschechischen Republik und der Slowakei führte dazu, dass die Region heute im Herzen Europas liegt.

ÖGLV-Vizepräsident KommR Karl Richter wies in seinem Schlusswort darauf hin, dass viele der in Grenzregionen lebenden Menschen ihre Wurzeln in einem Nachbarland haben und dadurch stärker untereinander verbunden sind als es oft bewusst ist. Er nannte auch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten der österreichischen Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, deren Familien aus Böhmen, Mähren oder der Slowakei kommen.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Darbietungen des Blechbläserensembles „Harmonia“ der Musikschule Hohenau und des Klarinettenquartetts der Musikschule Ořechov. Gemeinsam spielten die beiden Musikgruppen zum Abschluss der Veranstaltung die Europahymne.


 

   
   
   
   
   

 

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